Bayernhof investiert 3,5 Mio. in den Standort Straubing-Hafen

11.12.2011 (jh) Bis zu 50.000 Tonnen Getreide, Mais und Raps sollen zukünftig jährlich bei der Bayernhof Erzeugergemeinschaften Vertriebs GmbH im Industriegebiet Straubing-Sand umgeschlagen werden. Dafür will die Bayernhof GmbH insgesamt 3,5 Millionen Euro investieren. Das neue Unternehmen im Hafenbereich, welches seinen Sitz in Hankofen (Landkreis Straubing-Bogen) hat, übernahm vor kurzem das im vergangenen Jahr in Insolvenz geratene Pelletswerk Enviva.
Für Enviva Pellets (vorher CompacTec) war im November vergangenen Jahres vom Amtsgericht Straubing ein vorläufiges Insolvenzverfahren angeordnet worden. Mit einer Jahresleistung von rund 120.000 Tonnen gehörte das Werk zu den größten Pelletproduzenten im süddeutschen Raum. Die Bayernhof GmbH kann die Silos und und die Lagerhalle ohne größere Umbaumaßnahmen nutzen. Von der bestehenden Anlage werden lediglich die Pellettrocknung und ein Heizkraftwerk abgebaut. Stattdessen soll bis Ende kommenden Jahres eine Mais- und Trocknungsanlage ihren Betrieb aufnehmen. Mit der Errichtung einer fest installierten Förderanlage zum Nordkai des Straubinger Hafens sollen die landwirtschaftlichen Erzeugnisse – vorwiegend aus dem Gäuboden – direkt zu den Schiffen gebracht werden.
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Die Trimodalität des neuen Standortes garantiert für Bayernhof eine optimale und flexible Kombination des Warenumschlages auf der Straße, der Schiene und der Wasserstraße.
Gleichzeitig mit dem Ankauf der Gebäude und Anlagen über den Insolvenzverwalter erfolgte der Ankauf eines zwei Hektar großen Grundstückes über den Zweckverband Industriegebiet mit Donauhafen Straubing-Sand (ZVI), das auch Entwicklungsmöglichkeiten für die Zukunft offen lässt.
Mehr als 75 Prozent der Schiffe und sogar 95 Prozent der Eisenbahnzüge, die im Hafen Straubing verkehren, transportieren Biomassen.
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Der Vorsitzende des Zweckverbandes Industriegebiet Straubing-Sand (ZVI) Oberbürgermeister Markus Pannermayr sprach am Freitag bei einer Pressekonferenz in Zusammenhang mit Bayernhof von einem „Wunschpartner“ und einem „richtigen Nachfolger“ des ehemaligen Pelletwerkes. Glücklich sei er deshalb, so Pannermayr, dass die bestehende Infrastruktur weitgehenst übernommen werden könne. Mit dem neuen regionalen, bodenständigen Partner seine eine gute Grundlade für eine positive Zusammenarbeit gefunden worden.
Landrat Alfred Reisinger sprach ebenfalls davon, dass es ein Vorteil sei, einen Partner zu bekommen, der bereits in der Region bekannt sei. Für den Hafen bedeutet die Neuansiedlung einen zusätzlich bedeutsamen Umsatz. Reisinger rechnet durch die Bayernhof mit einem jährlichen Zuwachs von rund zehn Prozent.
Aiterhofens Bürgermeister Manfred Krä bestätigte dem neuen Unternehmen richtig entschieden zu haben: „Hier haben Sie die besten Möglichkeiten sich weiter zu entwickeln.“ Bayernhof-Geschäftsführer Stefan Heinrich bedeutet der Umschlagsplatz Hafen sehr viel: „Es ist für uns die kostengünstigste Form des Transportes. Bei einem Gesamtumschlag des Unternehmens in diesem Jahr von rund 330.000 Tonnen bedeutet dies den Einsatz von 13.200 Lkw.“ Für Straubing geht Heinrich davon aus, mit der aktuellen Lagerkapazität 15.000 Tonnen Getreide (600 Lkw-Ladungen) umzuschlagen. Beim Transportmittel Schiff bedeutet dies nur einen Bruchteil von Fahrten.
Bild:
Bayernhof-Geschäftsführer Stefan Heinrich (3. v. links) und Prokurist Christian Rückl (3. v. rechts) freuen sich auf ihren neuen Standort im Industriegebiet Straubing-Sand. Dass damit das ehemalige Pelletswerk eine neue Verwendung gefunden hat, darüber freuen sich (v. links) Bürgermeister Manfred Krä, Oberbürgermeister Markus Pannermayer, Landrat Alfred Reisinger und ZVI-Geschäftsführer Andreas Löffert.
Foto: Haas
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