Praxisnetz La(a)bertal neu gegründet

12.12.2011 (ra) Im Rahmen eines Fortbildungsabends hat sich vergangene Woche das Praxisnetz La(a)bertal als eingetragener gemeinnütziger Verein zur Sicherung und Weiterentwicklung des medizinischen Versorgungsangebots in der Region neu aufgestellt. Bisherige Netzwerkmitglieder und Interessierte trafen sich zur konstituierenden Sitzung in der Alten Malztenne des Klosters Mallersdorf.
Ein Netzwerk von Ärzten für Patienten – als solches versteht sich das Praxisnetz La(a)bertal seit seiner Gründung im Jahre 1998. Dank der fruchtbaren Zusammenarbeit von führenden Niedergelassenen und Klinikärzten, von Allgemein- und Fachärzten, Physiotherapeuten und Psychologen konnte das gesundheitliche Versorgungsangebot in der Region bisher mit großem Erfolg gesichert und bereichert werden. Trotz erheblicher berufspolitischer Veränderungen, die eine Fortführung als GmbH & CoKG unmöglich machten, waren sich die Netzwerkmitglieder bei ihren letzten Versammlungen einig: Die Idee eines Praxisnetzes in der Region muss fortgeführt werden, gerade in Zeiten der Überalterung der Bevölkerung, der schließenden Landarztpraxen und der drohenden Versorgungslücken auf dem Land.
Der Versammlungsleiter Stephan Besl verlas den Vereinszweck aus der Satzung, deren Fokus auf der „Förderung des regionalen Gesundheitswesens“ liegt, sowie der „Sicherung und Verbesserung der Qualität der medizinischen Versorgung der Bevölkerung in unserer Region durch niedergelassene Ärzte und Physiotherapeuten, Kliniken und nichtärztliche Leistungserbringer“. Bei der Veranstaltung konnten bereits die ersten 21 Mitglieder gewonnen werden. Zum ersten Vorsitzenden wählten diese mit großer Mehrheit Dr. med. Josef Bauer aus Pfaffenberg, zum zweiten Vorsitzenden Dr. med. Axel Selchert aus Schierling, zum Kassenwart Dr. med. Josef Großhauser aus Schierling und zum Schriftführer den Vorstand der Klinik Mallersdorf Klaus Achatz. Die Posten der Beisitzer wurden mit Chefarzt Dr. med. Herbert Wollner von der Klinik Mallersdorf sowie dem Orthopädieschuhmacher Harry Thurner aus Geiselhöring besetzt.
Als Ziele betonte Dr. Bauer u.a. die Optimierung der ambulanten und stationären Versorgung, das Qualitätsmanagement, die Verbundzertifizierung, das Angebot einer Kommunikationsplattform und die Fort- und Weiterbildung von Ärzten. Eine wichtige Rolle spiele insbesondere die Information und Aufklärung der Patienten, wie es bereits erfolgreich praktiziert werde im Rahmen der Sprechstunde Labertal, der Patientenakademie und der Herzwochen. Für die Zukunft wünschte er sich eine weitere Öffnung des Praxisnetzes für verwandte Berufsgruppen und die Bereitschaft zur aktiven Weiterentwicklung des Gesundheitssystems.
Bild:
Die gewählten Vertreter des neuen Praxisnetzes La(a)bertal e.V. (v. links): Dr. Josef Großhauser (Kassier), Harry Thurner (Beisitzer), Dr. Herbert Wollner (Beisitzer), Dr. Josef Bauer (1. Vorsitzender), Dr. Axel Selchert (2. Vorsitzender) und Klaus Achatz (Schriftführer).
Im Archiv hinterlegt:
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