Wallmühle: 2011 deutliche Steigerung der Umsatzerlöse

14.12.2011 (jh) „Die Finanzlage der Flugplatz Wallmühle GmbH ist geordnet.“ Zu dieser Feststellung kam diese Woche Kreiskämmerer Siegfried Hoefert, als er dem Kreistag einen Bericht über die Gesellschaft abgab. Die Bilanzsumme belief sich 2010 auf 3,99 Millionen Euro. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um rund 400.000 Euro. Zurückzuführen ist dies auf eine Erhöhung des Anlagevermögens, welches 2010 mit 3,77 Millionen beziffert wurde. Der Landkreis ist an der GmbH zur Hälfte beteiligt. Die andere Hälfte gehört der Stadt Straubing.
Die Geschäfte am Flugplatz laufen gut. In diesem Jahr erwartet die Geschäftsführung sogar eine deutliche Steigerung der Umsatzerlöse auf etwa 720.000 Euro. „Bestandsgefährdende Risiken“ sind nach den Worten Hoeferts „nicht ersichtlich“. Eine beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hatte dem Jahresabschlussbericht für 2010 den „uneingeschränkten Bestätigungsvermerk“ erteilt. 2010 war ein Jahresüberschuss von 24.185 Euro (Vorjahr 7.500 Euro) erwirtschaftet worden.
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Der Verkehrslandeplatz Straubing-Wallmühle ist für den gesamten Ost- und Südostbayerischen Raum eine wichtige verkehrsinfrastrukturelle Einrichtung geworden. Das Angebot wird sowohl von Unternehmen für Geschäftsflüge, als auch von Privatfliegern in Anspruch genommen.
Während sich 2010 die Flugbewegungen um 1,6 Prozent auf 20.879 verminderten, stiegen die Umsatzerlöse um 3,1 Prozent auf 666.844 Euro. Der Anteil an Gewerbe- und Werksverkehrsflüge lag 2010 im Gegensatz zum Vorjahr nahezu unverändert bei knapp über 53 Prozent.
Das Fluggastaufkommen sank auf 48.318 Passagiere (Vorjahr 49.912). Es wurden 1684 Auslandsabfertigungen (Vorjahr 1877) vorgenommen.
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Hoefert ließ die Kreisräte wissen, dass die derzeit durchgeführten Erweiterungsmaßnahmen des Flugplatzgeländes für die Anstellung luftfahrttechnischer Betriebe und die Errichtung von Einstellhallen einen „erheblichen Finanzbedarf“ erfordern werden. Mit Hilfe zu erwartender, wenn auch geringer, Zuschüsse seitens des Freistaates und durch Eigenmittel bzw. Kreditmarktmittel können diese Kosten gedeckt werden.
Bis 2014 sind jedoch weitere umfangreiche Maßnahmen zur Instandsetzung und Reparatur der bestehenden Gebäude sowie der Vorfelder der Start- und Landebahn erforderlich. Des Weiteren ist der Bau von zusätzlichen Einstellhallen und Produktions- und Bürogebäuden geplant. Dies wird sich nach Darstellung des Kreiskämmerers auch auf die Betriebsergebnisse auswirken. „Ein positives Ergebnis ist in den nächsten Jahren daher nur schwer zu erzielen“, resümierte er.
Der Flugplatz Wallmühle war mit negativen Schlagzeilen in den Medien erschienen, nachdem Unregelmäßigkeiten in den Unterlagen festgestellt worden waren. Gegen den wegen Untreue fristlos entlassenen und rechtskräftig verurteilten ehemaligen Flugplatzleiter hat die Flugplatz Straubing-Wallmühle GmbH Schadensersatzansprüche geltend gemacht. Wie Kreiskämmerer Siegfried Hoefert bekannt gab, sei das Verfahren vor dem Arbeitsgericht Regensburg inzwischen mit einem Vergleich abgeschlossen worden.
Bild:
Die Flugplatz Wallmühle GmbH bewegt sich wieder in geordneten Verhältnissen.
Foto: Haas
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