Piraten entern die Kaimauer zur Gäubodenstadt Straubing

15.12.2011 (jh) Vor ein paar Wochen haben sie auch die Kaimauer des Donauufers in der Gäubodenstadt geentert: die Piraten. Nach einer anfänglich erkennbaren Desorientierung haben sie inzwischen schon Themen gefunden, auf dies sie näher eingehen wollen. Auf ihren Piratenstammtischen sprechen sich gegen Massenunterkünfte und für die Bewerbung Straubings als Fairtrade Stadt aus. Im kommenden Jahr könnte auf die Straubinger Piraten gleich eine große Herausforderung kommen: womöglich werden sie einen Programmparteitag in der Gäubodenstadt ausrichten.
Es war schon eine kleine Überraschung, als Mitte November der ehemalige Kreisvorsitzende der Grünen Heiko Schumann bekannt gab, dass er das Schiff gewechselt hat: „Die sozial-liberale Richtung und den offenen und transparenten Politstil finde ich gut“, hatte er seine neue politische Heimat charakterisiert. Auch könne er hinter den Piraten-Eckthemen wie Netzpolitik, Transparenz, Freiheits- und Bürgerrechte, soziale Teilhabe, Bildung und auch Nachhaltigkeit stehen. Während Michael Ecker der Sprecher der Gruppe ist, fungiert Schumann inzwischen gegenüber den Medien als Pressesprecher. Einen Ortsverein gibt es noch nicht.
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Heiko Schumann brachte zwei inhaltliche Anträge ein, die nach seinem bzw. dem Wunsch mehrerer Piraten offizielle Positionen der Straubinger Piraten werden sollten. Zum einen sprachen sich die Straubinger Piraten dafür aus, die geplanten Asylbewerber in Straubing aufzunehmen, da die Stadt hierfür die Kapazitäten habe und es wichtig sei, der gesellschaftspolitischen Verantwortung nachzukommen.
Dies sollte jedoch ohne Massenunterkünfte ermöglicht werden, da diese menschenunwürdig seien und sie in den jeweiligen Gebieten erhöhtes Konfliktpotential darstellen könnten.
Des Weiteren ist den Piraten der Inklusionsgedanke gesamtgesellschaftlich sehr wichtig. Im zweiten Antrag waren sie sich einig, den Vorstoß der ödp-Stadträtin Maria Stauber zu unterstützen, wonach sich Straubing um den Titel „Fairtrade Stadt“ bewerben sollte. |
Die Treffen nennen sie noch Stammtische. Beim letzten wurde neben einigen organisatorischen Dingen auch inhaltliche Standpunkte für die Straubinger Kommunalpolitik beschlossen.
Bei einer Telefonkonferenz mit dem bayerischen Landesvorstand fiel die Entscheidung, dass die Straubinger Piraten Ausrichter des ersten außerordentlichen Programmparteitages am 24. und 25. März sein werden. „Es wird zwar eine Herausforderung werden, aber ich bin sicher, dass wir diese auch meistern werden“, gibt sich Schumann überzeugt.
Dimitrij Krasnokutskij und der Schatzmeister der niederbayerischen Piraten, Günter Görlich referierten über interne Wahlen und Abstimmungsverfahren bei den Piraten, die auch bei den Straubinger Stammtischen bzw. Arbeits- und Strategietreffen zur Geltung kommen.
Im Archiv hinterlegt:
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