Geehrte haben mit Herz und Verstand etwas Gutes geleistet

16.12.2011 (jh) Feierstunde im Landratsamt. Landrat Alfred Reisinger lud für Donnerstag dieser Woche fünf Landkreisbewohner zu einem besonderen Anlass ein. Er durfte ihnen das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt überreichen. Und sie waren alle gekommen: Maria Lex aus Konzell, Rosina Stenz aus Pilgramsberg, Johann Beiderbeck und Franz Dünstl aus Oberpiebing und Josef Wiendl aus Salching. Mit ihnen dabei Bürgermeister, Pfarrer und Vereinsfunktionäre.
"Ihr Engagement hat viele Gesichter", stellte Reisinger fest. Es wurden Personen geehrt, die sich als Einzelperson oder gemeinsam in Vereinen oder Verbänden engagieren. Sie seien aktiv in der Kirche oder beim Sport, in der Jugendarbeit oder bei der Kultur. "Ehrenamt", so stellte Reisinger fest, "bedeutet auch Eigeninitiative und Eigenverantwortung." Mit Herz und Verstand etwas Gutes zu leisten sei oft die Hauptmotivation für freiwilliges Tun.
Maria Lex aus Konzell ist seit Jahrzehnten für ihre Heimatpfarrei Konzell "unermüdlich ehrenamtlich tätig". Seit 2002 arbeitet sie als Mesnerin. Aber auch schon einige Jahre vorher stand sie dem damaligen Mesner hilfreich zur Seite. Darüber hinaus schmückt sie die Pfarrkirche, organisiert den ehrenamtlichen Kirchenputz und sammelt die Kollekten ein. Jedes Jahr baut sie die Weihnachtskrippe auf und sorgt sich um einen geschmückten Christbaum. Sie ist auch die "gute Seele" für die 65 Ministranten. Auch um Außenbereich der Kirchenanlage kümmert sie sich. Mit lustigen Einlagen bereichert sie Seniorennachmittag. In der BRK-Ortsgruppe Denkzell ist sie seit vielen Jahren für die Seniorenbetreuung mitverantwortlich. Im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" 1994 und 1995 galt sie als große Hilfe und Stütze. Nach dem Gewinn der Goldmedaille repräsentierte sie Denkzell bei zahlreichen Führungen durchs Dorf
Rosina Stenz aus Pilgramsberg ist seit etwa 35 Jahren im kirchlichen Bereich ehrenamtlich tätig. Denn neben ihren Hauptaufgabe als Pfarrhausfrau betreute sie über 20 Jahre als Pfarrgemeinderätin die Senioren ihrer damaligen Heimatpfarrei Haibach und Kollnburg. Besonderen Wert lebte sie auf den Blumenschmuck in den Pfarrkirchen - ausgesät im eigenen Garten. Seit August 2002 leistet sie ehrenamtlichen Dienst in ihrer neuen Heimat, der Wallfahrtskirche Pilgramsberg, der sie ein neues Gesicht gegeben hat. Den Pfarrgarten, den Kirchenvorplatz und den Eingang zum Friedhof verwandelte sie in ein reines Blumenmeer. Die Pflege der gesamten Außenanlagen um die Kirche liegt auch heut noch - trotz ihres Alters (am 30. Dezember kann sie ihren 90. Geburtstag feiern) in ihren Händen.
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Das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten wird seit 1994 als Anerkennung für langjährige hervorragende ehrenamtliche Tätigkeiten verliehen.
Es erhalten Personen, die sich durch ihre aktive Tätigkeit in Vereinen oder Organisationen mit kulturellen, sportlichen, sozialen oder anderen gemeinnützigen Zielen hervorragende Dienste erworben haben.
Diese Verdienste sollen vorrangig im örtlichen Bereich erbracht worden sein und in der Regel mindestens 15 Jahre umfassen.
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Johann Beiderbeck aus Oberpiebing hat einmal gesagt: "Wenn man mal drin ist im Ehrenamt, dann ist man drin!" Als sich 1975 bei der Wahl zum Vorsitzenden des Sportvereins Salching niemand zur Wahl aufstellen lassen wollte, übernahm er die Vereinsführung und blieb dem Verein zehn Jahre in dieser Position treu. Zahlreichen Baumaßnahmen liefen in dieser Zeit unter seiner Regie. Zusätzlich gründete er zum damals reinen Fußballverein noch die Abteilungen Tennis und Stockschützen. 2009 übernahm er das Amt des Schatzmeisters beim SV. Von 1979 bis 1973 gehörte er als technischer Berater zur BLSV-Kreisvorstandschaft. 1983 wurde er zum stellvertretenden Kreisvorsitzenden gewählt und blieb dies bis 2007. Auch bei der Sportmaschinengemeinschaft war er Gründungsmitglied und übernahm abwechselnd Positionen wie Kassier und Schriftführer. 1992 wurde er zum 1. Vorsitzenden des Bundes der Steuerzahler in Bayern im Bereich Straubing und Dingolfing. Beim Schützenverein Oberpiebing und bei der Krieger- und Soldatenkameradschaft Oberpiebing hatte bzw. hat er die Kassengeschäfte übernommen.
Franz Dünstl aus Oberpiebing führte von 1985 bis 1995 den SV Salching an und organisierte dort das 40. und 65. Gründungsfest des Vereins. Auch bei den Hubertusschützen, denen er seit 1978 angehört, hatte er von 1996 bis 2007 das Amt des 1. Schützenmeisters inne. Von 1986 bis 2006 gehörte er dem Pfarrgemeinderat an - zeitweilig auch als 2. Vorsitzender. "Ihr besonderen Fähigkeiten sind Ihr außerordentliches Organisationstalent", bescheinigte ihm Landrat Alfred Reisinger. Dünstl bereite die Veranstaltungen akribisch vor.
Josef Wiendl aus Salching gehört seit 1984 dem Pfarrgemeinderat an. Von 1990 bis 2006 war er dort 1. Vorsitzender. "Mit Leib und Seele haben Sie sich in dieser Zeit in Ihrer Pfarrei engagiert und für Ihre Heimatpfarrei verdient gemacht", führte Reisinger an. In all den Jahre hatte Wiendl den Geburtstagsdienst übernommen und sich als Lektor und Kommunionhelfer aktiv in den Gemeindegottesdienst eingebracht.
Bild:
Josef Wiendl, Franz Dünstl, Maria Lex, Rosina Stenz und Johann Beiderbeck (v. links) erhielten aus der Hand von Landrat Alfred Reisinger (3. v. rechts) das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt ausgehändigt.
Foto: Haas
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