BC verliert in Babelsberg – Cut konnte Ruder nicht bremsen

19.12.2011 (ie) Security um den Zeitnehmer, Probleme schon beim Einlass, aufgeheizte Stimmung schon zu Beginn: der Boxclub Straubing und die mitgereisten Fans hatten gegen Babelsberg nichts zu lachen. Auch nicht beim Endergebnis: Hans Buchmeier und seine Jungs unterlagen am Samstag mit 10:14 dem SV Motor Babelsberg.
„Wir wussten ja, dass es nicht einfach wird. Dass wir uns aber schon von Beginn an mit einer so fast aggressiven Grundstimmung rumschlagen mussten, machte es nicht angenehmer. Nach dem Eklat mit dem Babelsberger Trainer in Straubing bezüglich der Rundenzeiten erschien es trotzdem lächerlich, um den Zeitnehmer Security zu postieren. Die schlimmste Niederlage musste am Samstag Roman Gorst einstecken. So gut hat er noch nie geboxt und in meinen Augen klar gewonnen. Aber im Boxen gewinnt halt manchmal dann doch der andere“, so ein gefasster Hans Buchmeier.
Roman Gorst boxte in Babelsberg wie ein junger Gott. Anders als manch anderen seiner Kämpfe, ging er von Anfang an ein schnelles Tempo, ließ sich nicht beirren und lieferte einen fantastischen Kampf. Noch in der dritten Runde war er drei Punkte vorn und ließ sich im Ring nichts mehr zu Schulden kommen. Am Ende war das Entsetzen auf Straubinger Seite gewaltig: Punktsieger war Stefan Köber. Von Roman Gorst bekam man nur ein resigniertes Kopfschütteln. Und auch Hans Buchmeier enthielt sich jeden Kommentars. „Da kommt jetzt nur Blödsinn raus, wenn ich was sage“, so der BC-Trainer.
Edgar Walth gegen Marcel Schneider sah wie der klare Sieger, Eduard Schmidt hingegen wie der klare Verlierer gegen Gashi aus. Aber genau andersrum sahen es die Punktrichter. Eugen Dahinten musste sich wieder mit dem äußerst unsauber boxenden Tschechen Zdenek rumschlagen und in Babelsberg die Punkte dem Gegner lassen.
Weder ein Cut über dem rechten Augen noch die schmerzende Schulter können Klemens Ruder aufhalten. Er führte den Babelsberger Kremers über drei Runde im Ring vor. Ruder ist eine wahre Kampfmaschine. Betritt er den Ring ist alles andere komplett ausgeblendet. Sportlich und menschlich ist Klemens Ruder eine der großen Stützen in der Mannschaft. Nach langer Pause musste Willi Dahinten für den kranken Denis Radovan einspringen. Hans Buchmeier warf allerdings schon in der ersten Runde das Handtuch. Wichtig war nur, dass wenigstens ein Punkt an die Straubinger ging. Die Punkte den Babelsbergern überlassen mussten auch Sergej Michel und Roman Kujak.
So endete der Bundesligakampf zwischen dem BC Straubing und dem SV Motor Babelsberg mit 14:10 für Babelsberg. Die Straubinger werden sich jetzt erst einmal erholen und ein bisschen Pause machen, bevor es nächstes Jahr weiter geht.
Bild:
Klemens Ruder, Trainer Marian Dumitrescu, Edgar Walth und Hans Buchmeier mit doch etwas betröppelten Gesichtern nach der Niederlage in Babelsberg.
Foto: Ernst
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