Retter dürfen an Training des Europäischen Rates teilnehmen

20.12.2011 (ra) Acht Mitarbeiter des BRK-Rettungsdienstes im Kreisverband Straubing-Bogen ließen sich am Sonntagvormittag von den Rettungsdienstausbildern Martin Schmauser und Jürgen Köhl in Sachen erweiterte Wiederbelebungsmaßnahmen beim Erwachsenen auf den Zahn fühlen. Am Ende einer fünfmonatigen Weiterbildungsmaßnahme musste eine schriftliche und praktische Prüfung in fortgeschrittener Herz-Lungen-Wiederbelegung für Erwachsene abgelegt werden.
Die Fortbildung unter der medizinischen Lehrgangsleitung von BRK-Chefarzt Markus Metzger begann im September und dauerte 30 Unterrichtseinheiten bis Mitte Dezember. Bemerkenswert dabei: Die Teilnahme war freiwillig und fand komplett in der Freizeit statt. „Als Verantwortlicher für den Rettungsdienst freut mich dieses Engagement meiner Mitarbeiter zum Wohl unserer Patienten“, so Jürgen Zosel, Leiter des BRK-Rettungsdienstes. An sieben Abenden wurde neben theoretischen Themen wie EKG-Diagnostik und Medikamentenkunde der praktische Schwerpunkt auf das Training verschiedener Wiederbelegungssituationen z.B. Herz-Kreislaufstillstand bei Schwangeren, Trauma oder Ertrinken gelegt.
Ziel der Ausbildung war die Verinnerlichung des Universellen Reanimationsalgorithmus des ERC unter optimaler Ausnutzung aller Ressourcen des Rettungsdienstteams. Vorträge zum Thema Akutes Koronarsyndrom und mehrere Workshops zur Notfallbehandlung bei Herzrhythmusstörungen rundeten das Stoffangebot ab. Der Lohn der Mühen: „Die Prüfungsteilnehmer können im Jahr 2012 an einem offiziellen Reanimationstraining des Europäischen Rates für Wiederbelebung auf Kosten des Roten Kreuzes während der Dienstzeit teilnehmen“. informiert Martin Schmauser, Referatsleiter Ausbildung beim BRK.
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Das Bayerische Rote Kreuz ist in Bayern der größte Anbieter rettungsdienstlicher Leistungen. Im Bereich des Kreisverbandes Straubing-Bogen werden vier Rettungswachen mit fünf Rettungswägen, dei Notarzteinsatzfahrzeugen und vier Krankentransportwagen betrieben. Der Kreisverband stellt außerdem die nichtärztliche medizinische Besatzung des Rettungshubschraubers Christoph 15. Pro Jahr werden ca. 13.600 Noteinsätze und Krankentransporte gefahren. |
Initiiert wurde der Kurs durch Zosel und Schmauser, die beide das Ziel verfolgen durch Qualitätssteigerung in der Aus- und Weiterbildung den guten Ruf des BRK zu festigen und moderne Behandlungsstrategien in der Notfallrettung zu etablieren. Lehrrettungsassistent Köhl ergänzt dazu „es zeigt sich auch, dass sich die Qualität der ehrenamtlichen Mitarbeiter im Rettungsdienst bei uns in Straubing durchaus mit den hauptberuflichen messen kann und jeder Patient die optimale Versorgung erhält.
Bilder:
Die Prüfungsteilnehmer mit Rettungdienstdozent Köhl und Rettungsdienstleiter Zosel. (beide rechts). - Die initiale Beurteilung des Patientenzustands stellt die Weichen für alle weiteren notwendigen Behandlungsschritte.
Im Archiv hinterlegt:
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