Kindergarten und Krippe Mitterfels werden gefördert

20.12.2011 (ra) Besonders schnell und kostengünstig handelten die Pfarrgemeinde und die Marktgemeinderäte von Mitterfels, als sie 2007 beschlossen, zehn Krippenplätze im bestehenden Kindergarten zu errichten. Der Schock saß umso tiefer, als vor über einem Jahr Schimmelbefall festgestellt wurde. Kindergarten und Krippe müssen deshalb neu gebaut werden. Aufgrund der Sondersituation bat Landtagsabgeordneter Josef Zellmeier Sozialministerin Haderthauer um Unterstützung. Außerdem organisierte er ein Gespräch mit Sozialstaatssekretär Markus Sackmann im Maximilianeum.
Träger des Kindergartens und der Krippe ist die Katholische Pfarrei Mitterfels. Zu den Investitionskosten muss die weltliche Gemeinde einen erheblichen Anteil leisten. Weil die Marktgemeinde Mitterfels derzeit eine neue Zweifachturnhalle errichtet, ist ihr finanzieller Spielraum stark eingeschränkt. Deshalb wurde von engagierten Bürgern der Förderverein Kindergarten Don Bosco Mitterfels e.V. gegründet und innerhalb kurzer Zeit ein beachtliches finanzielles Polster erwirtschaftet. Problematisch erwies sich die die staatliche Förderung der Kinderkrippe. Denn für die ersten zehn Plätze wurde ein relativ bescheidener Zuschuss zu den Umbaukosten gezahlt. Deshalb könnten eigentlich nur die sieben zusätzlichen Plätze bezuschusst werden. Wegen der Sondersituation durch den Schimmelbefall hat die Gemeinde jedoch beantragt, den Neubau mit insgesamt 17 Krippenplätzen zu fördern. Dafür würde der im Jahr 2008 gewährte Zuschuss in Höhe von 40.700 Euro zurückgezahlt.
Auf Einladung von MdL Zellmeier kamen Pater Dominik Daschner, Bürgermeister Heinrich Stenzel, zweiter Bürgermeister Heinz Uekermann sowie die beiden Fördervereinsvorsitzenden Maike Schulze-Trinkaus und Claus Niemeier nach München. Sie stellten Staatssekretär Sackmann dar, dass der Krippeneinbau im Jahr 2008 auf Drängen des Jugendamtes erfolgte, um im nördlichen Landkreis erstmalig ein entsprechendes Angebot zu schaffen. Wenn der Schimmelbefall damals bekannt gewesen wäre, hätte man dies sicher nicht gemacht, betonten Bürgermeister Stenzel und Pater Dominik. Staatssekretär Sackmann zeigte Verständnis für die besondere Situation von Pfarrei und Marktgemeinde. Es handle sich um einen Härtefall, weshalb er zusicherte, dass alle 17 Krippenplätze voll bezuschusst werden. Die bisherige Förderung werde gegengerechnet. Für die Kindergartenplätze kommt die FAG-Förderung zur Anwendung. Zufrieden über die Zusage machte sich die Mitterfelser Delegation auf den Heimweg.
Bild:
Wurden sich einig (v.links): Pater Dominik Daschner, Maike Schulze-Trinkaus, MdL Josef Zellmeier, Staatssekretär Markus Sackmann, Claus Niemeier, Heinz Uekermann und Bürgermeister Heinrich Stenzel.
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