Ein Grundstein der Förderungsstelle geht den Ruhestand

22.12.2011 (jh) Eigentlich wollte Helmut Günzl 1986 die damals neu errichtete Forderungseinzugsstelle des einstigen Landesarbeitsamtes Südbayern nur aufbauen und dann nach drei Jahren wieder ans Arbeitsamt Deggendorf, seinem Heimatort, zurückkehren. Doch aus seiner Exkursion in die Grafenstadt wurden 25 Jahre. Am Mittwoch verabschiedeten ihn von politischer Seite Bürgermeister Franz Schedlbauer, MdB Ernst Hinsken und Landrat Alfred Reisinger. An dieser kleinen Feierstunde im Rathaus nahmen auch Vertreter der Regionaldirektion der Bundesanstalt für Arbeit teil.
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Die Grafenstadt Bogen, erst 1952 zur Stadt erhoben, hatte ihre Bedeutung zwei Jahrzehnte später im Zuge der Gebietsreform wieder verloren. Als einzige Einrichtung des Bundes hatte Bogen die seit 1958 bestehenden Graf-Aswin-Kaserne.
Als man in den 80er Jahren begann, Behörden in strukturschwache Regionen auszulagern, erhielt Bogen eine Forderungseinzugsstelle – zuständig für den Bezirk des ehemaligen Landesarbeitsamtes Südbayern.
1998 gab es im Landesarbeitsamt Bayern zwei Kassenleiter – einen in Bogen und einen in Weiden. 2004 übernahm Bogen den Forderungseinzug für ganz Bayern und 2007 kam noch die Zuständigkeit für Sachsen dazu.
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„In über zwei Jahrzehnten haben Sie sich als hervorragender Dienststellenleiter einen guten Namen gemacht und der Einrichtung Ihren Stempel aufgedrückt,“ fasste MdB Ernst Hinsken das Wirken von Helmut Günzl zusammen. Der Abgeordnete erinnerte noch sehr gut, als unter seinem entscheidenden Mitwirken1986 die Einrichtung nach Bogen geholt werden konnte. In einem Gespräch mit Frank-J. Weise, dem Vorstandsvorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit habe dieser kürzlich zugesichert, dass das Forderungsmanagement, wie es heute heißt, auch zukünftig in Bogen bleiben werde, ja sogar weitere Planstellen geschaffen werden. „Diese Behörde bedeutet für Bogen sehr viel“, unterstrich Hinsken und überreichte Günzl für sein Engagement die Silbermedaille des Deutschen Bundestages.
Landrat Alfred Reisinger sprach im Zusammenhang der Behördenverlagerung nach Bogen von einem „Paradebeispiel“. 80 Beschäftigte auf 55 Planstellen – davon viele Frauenarbeitsplätze – sind für die Region wichtig. Für Bürgermeister Franz Schedlbauer geht ein „Grundstein der Forderungseinzugsstelle“. Mit Günzl als Leiter der Inkassostelle Bogen habe die Stadt Bogen stets einen kompetenten und engagierten Gesprächspartner gehabt.
Kristina Schröder, die Leiterin des Fördermanagements, habe selbst sehr viel von Günzl lernen können. Unter seiner Leitung seinen viele Veränderungen vorgenommen worden, die sich stets als Erfolgsfaktor für eine gute kollegiale Zusammenarbeit erwiesen hätten. Auch Andreas Strunz, Referent für Haushalt und Finanzen in der Regionaldirektion Bayern sprach ebenfalls Günzls „eigene Lösungen“ an, die eingeschlagen und von Erfolg gekrönt gewesen seien.
Der Leiter der Einzugsdienste bei der Regionaldirektion, Volker Persch, bescheinigte Günzl „mit der notwendigen Weitsicht und der bayerischen Ruhe die Dienststelle geführt zu haben“. Bei allen Veränderungen der Behörde habe es immer auch einen bayerischen Weg gegeben. Der Personalleiter Werner Diermeier ließ das insgesamt 40-jährige Wirken Günzl Revue passieren. Als Kassenleiter im Forderungseinzug war Günzl von Anfang dabei, die Einrichtung aufzubauen. Als hervorragender Netzwerker habe er es verstanden, Kontakte zu knüpfen und im Interesse der Allgemeinheit auch fruchtbringend einzusetzen.
Bild:
Sie alle fanden für Helmut Günzl (2. v. links sitzend) lobende Worte: (v. links) Landrat Alfred Reisinger, Personalleiter Werner Diermeier, Referent Andreas Strunz, die Leiterin des Förderungsmanagements Kristina Schröder, MdB Ernst Hinsken, der Leiter der Einzugsdienste Volker Persch und Bürgermeister Franz Schedlbauer.
Foto: Haas
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