40 Jahre Stadtsanierung - 2011: 18 Mio. Euro für Niederbayern

27.12.2011 (ra) Viele Stadt- und Ortszentren in der Region wären heute nicht so schön, hätten Europäische Union, Bund und Freistaat die Sanierungsmaßnahmen in niederbayerischen Kommunen in den vergangenen 40 Jahren nicht mit rund 520 Millionen Euro unterstützt. Weil davon auch viele einheimische Unternehmen profitiert haben, kann man die staatliche Städtebauförderung auch als eines der effektivsten Wirtschaftsförderprogramme bezeichnen. In ihrem Jubiläumsjahr 2011 hat die Städtebauförderung Niederbayern rund 18 Millionen Euro beschert. Mit dem Eigenanteil der Kommunen bedeutet das Investitionen in Höhe von rund 30 Millionen Euro.
Ein gutes Beispiel aus der Stadt Straubing ist die Neugestaltung des Spielplatzes an der Uhlandstraße in der "Sozialen Stadt" Straubing-Süd. Es zeigt, dass es nicht sehr viel kosten muss, um ein Viertel weiter aufzuwerten. Wichtig für ein angenehmes Wohnumfeld sind zum Beispiel attraktive und leicht erreichbare Grünflächen. Mit Quartiersmanagerin und Anwohnern haben die Verantwortlichen der Stadt den Umbau geplant. Bereits gebaut sind ein Sandspielplatz mit Wasserpumpe, Schaukeln und Gerüste zum Klettern, Rutschen und Balancieren. Daneben gibt es neue Sitzgruppen und ein kleiner Pavillion ist vorgesehen.
Die Spielanlage ist Teil einer geplanten Nord-Süd-Verbindung für Fußgänger durch das gesamte Quartier Straubing-Süd. Die Baukosten belaufen sich auf rund 68 500 Euro und werden mit einem Fördersatz von 60 Prozent mit Mitteln des Bundes und des Freistaats bezuschusst.
Ein Beispiel aus dem Landkreis Straubing-Bogen sind der Bau des Hauses der Generationen und das Umbaumanagement in Mallersdorf-Pfaffenberg. Nachdem in den vergangenen Jahren Sanierungsmaßnahmen in den historischen Ortskernen von Mallersdorf (Neue Straße) und Pfaffenberg (Parken an der Ferstlstraße) gelaufen sind, nahm die Gemeinde 2011 das "Haus der Generationen" in Angriff. Der Neubau hat schon eine Fassade, im Winter soll der Innenausbau voranschreiten.
Damit diese neue Mitte des Doppelortes gut integriert wird und auch andere Bauthemen nicht übersehen werden, hat der Markt nun eine Umbaumanagerin installiert. Sie kümmert sich unter anderem darum, gemeinsam mit den Bürgern ein Nutzungskonzept für das "Haus der Generationen" zu entwickeln. Die Kosten für das "Haus der Generationen" in Höhe von voraussichtlich 6,9 Millionen Euro werden mit 70 Prozent durch die Europäische Union und den Freistaat Bayern gefördert. Die Finanzierung des Umbaumanagements können mit 60 Prozent im Programm "Stadtumbau West" durch Bund und Land bezuschusst werden.
Die Städtebauförderung ist auch für die nächsten 40 Jahre bestens gerüstet. Die Stärkung der Ortskerne und die intelligente Nutzung von Baulücken sind bewährte Schwerpunkte, die auch entscheidend für die Bewältigung des demographischen Wandels, für das Flächensparen und für effizienten Städtebau im Zeichen der Energiewende sind. Neue Förderprogramme schaffen Anreize, dass Städte und Gemeinden noch stärker als bisher mit ihren Nachbarkommunen zusammenarbeiten. Dabei legen die staatlichen Städtebauer viel Wert auf eine intensive Beteiligung der Bürger vor Ort. Und am Geld soll es auch nicht scheitern: Die Staatsregierung will im Rahmen des Aktionsplans demographischer Wandel die Mittel für die Städtebauförderung deutlich erhöhen, um die Kommunen noch besser unterstützen zu können.
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Auch so kann erfolgreiche Städtebauförderung aussehen. Der neue Spielplatz an der Uhlandstraße in der Gäubodenstadt ist ein weiterer Baustein, um Straubing-Süd noch attraktiver zu machen.
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