Landrat Reisinger: 2011 ein arbeitsintensives und bewegtes Jahr

29.12.2011 (jh) „2011 war für uns alle ein überaus ereignisreiches, bewegtes Jahr, das uns zum Nachdenken veranlasste.“ Vieles kam nach den Worten von Landrat Alfred Reisinger auf den Prüfstand. Dies gilt für den Landkreischef nicht nur im Zusammenhang mit einer Komplettrevision der bisherigen Energiepolitik, sondern auch im regionalen Bereich zum Beispiel beim Fortbestand der Bundeswehrstandorte in Bogen und Feldkirchen.
Für Landrat Alfred Reisinger geht ein „insgesamt sehr arbeitsintensives und bewegtes Jahr“ zu Ende. Das erfreulichste Ereignis für den Landkreischef ist dabei der Erhalt der beiden Bundeswehrstandorte im Landkreis. „Das geschlossene Auftreten, die Argumente und Appelle kamen bei den Entscheidungsträgern an“, resümierte er.
Geschlossenheit sie selten zuvor demonstrierte der Landkreis auch gegen das Gutachten des bayerischen Zukunftsrates. „Die Niederbayern lassen sich nicht alles gefallen“, unterstreicht Reisinger. Gemeinsam und in mehreren Arbeitskreisen sowie in einem Forderungskatalog habe man die Potentiale Niederbayerns ausgelotet und Maßnahmen erarbeitet, wie man der demographischen Entwicklung entgegen wirken könne. Diese Aktion habe Ministerpräsident Horst Seehofer und die Staatsregierung zugleich beeindruckt und auf dem niederbayerischen Hochschulsektor bereit zu erfreulichen Ergebnissen geführt. Für den Wissenschaftsstandort Straubigen liegen Zusagen des Staates für neue Lehrstühle und Bachelor-Studienplätze vor. Reisinger dazu wörtlich: „Es ergeben sich damit weitere qualifizierte Zukunftsarbeitsplötze und neue zusätzliche Chancen für unsere jungen Leute.“
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Zur Finanzlage des Landkreises Straubing-Bogen:
Bei den Gewerbesteuereinnahmen können die Kommunen im Landkreis Straubing-Bogen 2011 mit einem Rekordjahr rechnen. Es sind die höchsten jemals erzielten Gewerbesteuereinnahmen zu erwarten.
21,3 Millionen Euro bis zum 30. September – das sind bereits fast so viele Steuern, wie im gesamten Jahr 2010 (23,5 Millionen Euro).
Landrat Alfred Reisinger will trotz allem den eingeschlagenen Spar- und Entschuldungskurs konsequent weiterführen. |
In den Kreisgremien galt 2011 die wirtschaftliche und infrastrukturelle Weiterentwicklung im Mittelpunkt der Arbeit. So sei es nach Darstellung Reisingers gelungen, dass die ortsdurchfahrtsfreien Ausbautrassen von Mallersdorf-Pfaffenberg und Geiselhöring in die erste Dringlichkeitsstufe des Freistaates aufgenommen wurden. Wenngleich noch Gespräche zur Ortsumgehung von Geiselhöring stattfinden, hat Reisinger dazu klare Worte: „Der Staat hat gemeinsam mit der Gemeinde begonnen, eine Umgehungsstraße zu bauen, diese Umfahrung aber bis heute nicht fertiggestellt. Er ist jetzt in der Pflicht.“ Es könne seiner Meinung nach nicht sein, dass sich der Staat hier aus seiner Verantwortung davonstehle und dem Landkreis finanzielle Belastungen und Kosten aufbürde.
Der Landkreis Straubing-Bogen übernehme laut Reisinger jedes Jahr beträchtliche Anstrengungen, um sein 546 kilometerlanges Kreisstraßennetz (drittgrößte Landkreisnetz in Bayern) qualitativ in Ordnung zu halten und im Winter zu pflegen. Mit jährlich 3,5 Millionen Euro an Investitionen verdeutliche der Landkreis, wie wichtig ihm seine Kreisstraßen sind. Reisingers aktuelle Forderungen: der Ausbau der B20, eine neue Fahrbahndecke auf der A3 im Bereich Kirchroth-Rosenhof und die Schaffung verlässlicher Schifffahrtsbedingungen auf der Donau, einschließlich des dringend notwendigen Hochwasserschutzes unterhalb von Pfelling.
Bild:
Landrat Alfred Reisinger nimmt im Zusammenhang mit dem Bau der Ortsumgehung von Geiselhöring den Freistaat in seine Pflicht.
Foto: Haas
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