Zellmeier übergibt Filmpaket "Freiheit und Zensur" an Bildstellen

30.12.2011 (ra) Zum Jahreswechsel konnte der Landtagsabgeordneter Josef Zellmeier die Stadtbildstelle in Straubing mit einem Präsent überraschen. Leiter Franz Köck und seine Mitarbeiterin Ruth Blechschmidt erhielten Materialien über den Einfluss des kommunistischen Staatsapparates auf Film und Gesellschaft in der ehemaligen DDR. Auch der Leiter der Kreisbildstelle Bogen Armin Vilsmaier erhielt von Zellmeier ein solches Medienpaket.
"Auf das Unrecht hinweisen, das vielen Menschen in der DDR während der SED-Diktatur widerfahren ist, ist mir persönlich ein großes Anliegen", so der Abgeordnete. " Durch verwandtschaftliche Beziehungen sind mir die Auswirkungen von Unterdrückung und Stasi-Bespitzelung aus der eigenen Familie bekannt. Deshalb kann ich es nicht hinnehmen, dass kommunistisches Gedankengut in Deutschland heute wieder salonfähig ist. Alle demokratischen Parteien müssen gemeinsam die Extremisten von Links und Rechts bekämpfen. Die SED-Nachfolgepartei darf nicht an Regierungen beteiligt werden, solange führende Vertreter die Knechtung von 16 Millionen Deutschen verharmlosen. "
Die Mauer sei zwar erst vor 22 Jahren gefallen, dennoch wüssten vor allem junge Menschen in Deutschland wenig von der DDR. Durch diese Materialien könne ein Zeichen gesetzt und zur Aufklärung der Bevölkerung über den SED-Unrechtsstaat beigetragen werden, so der Abgeordnete. Über die beiden Bildstellen haben nun alle interessierten Bürger die Möglichkeit, die Filme kostenlos auszuleihen. Besonders angesprochen sind natürlich die Schulen, die sie im Unterricht als Anschauungsmaterial benutzen können.
2011 wäre die Mauer als das größte Monument deutscher Teilung 50 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass hat das Wilhelm Fraenger-Institut im Auftrag der „Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur“ eine Ausstellung zum Thema „Freiheit und Zensur - Filmschaffen in der DDR zwischen Anpassung oder Opposition“ konzipiert. Anhand ausgewählter DEFA-Filme aus der staatlichen DDR-Filmproduktion werden jüngere deutsche Geschichte (1946-1990) und die Einflussnahme des SED-Regimes auf Film, Kultur und Gesellschaft dargestellt. Neben den Filminhalten wird die Zeitgeschichte betrachtet und ein politischer Kontext hergestellt. Auf diese Weise entstand eine Ausstellung, in der Filme den Ausgangspunkt bilden, um historische Fakten und Hintergründe einmal anders zu vermitteln. Das DVD-Paket aus sieben Filmen, darunter mehrere Filmklassiker wie „Berlin-Ecke Schönhauser“, ist besonders geeignet, um zur Auseinandersetzung mit deutscher Geschichte einzuladen. Über die Homepage der Stadtbildstelle www.straubing.de/de/kultur-sport-und-freizeit/kultur/bildstelle sowie der Kreisbildstelle in Bogen unter www.medienzentrum-bogen.de können demnächst die Filmtitel eingesehen werden.
Bild:
MdL Josef Zellmeier übergibt die Materialien an Stadtbildstellenleiter Franz Köck (rechts).
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