Silvesternacht: 183 Polizeieinsätze in Niederbayern

01.01.2012 (pol) Die Dienststellen des Polizeipräsidiums Niederbayern hatten in der Silvesternacht insgesamt 183 polizeiliche Einsätze zu bewältigen. Innerhalb von zwölf Stunden mussten 349 Notrufe abgearbeitet werden. Wie ein Sprecher am Neujahrstag mitteilte, sei es in ganz Niederbayern ingesamt relativ ruhig geblieben. Verglichen mit anderen Wochenenden seien weniger Schlägereien bzw. Körperverletzungsdelikte zu verzeichnen gewesen.
Auffällig in Straubing: Im Raucherbereich einer Diskothek in der Hebbelstraße kam es zu einem Streit zwischen einem bislang unbekannten Täter und einem 20-Jährigen. Im Verlaufe des Vorfalles drückte der Unbekannte dem Geschädigten eine brennende Zigarette ins Auge. Der junge Mann erlitt dabei schwere Verletzungen. Er musste in die Uniklinik Regensburg zur Behandlung verbracht werden. Die Ermittlungen in dieser Angelegenheit wurden vom Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeiinspektion Straubing übernommen.
Die Polizeiinspektion Straubing verzeichnet in der Silversternacht ein mit "normalen Wochenenden" vergleichbares Einsatzaufkommen. Das Einsatzaufkommen in der Silvesternacht war erwartungsgemäß hoch, ist aber insgesamt mit dem Einsatzaufkommen an "normalen Samstagen" vergleichbar. Die Bandbreite der polizeilichen Einsätze war dabei breit gefächert, wobei insbesondere zahlreiche Körperverletzungsdelikte in einer Disco abgearbeitet werden mussten.
Im ersten Fall wurden die Beamten gegen 0.35 Uhr gerufen, da angeblich geschlägert wird. Vor Ort stellte sich heraus, dass drei Personen zunächst verbal in Streit kamen, in dessen weiteren Verlauf es dann auch zu tätlichen Angriffen gekommen sein soll. Der genaue Tatablauf konnte aufgrund der deutlichen Alkoholisierung der drei Beteiligten nicht genau geklärt werden, die Personen wurden zur Anzeigenerstattung vorgeladen. Einer der Beteiligten musste aufgrund übermäßigen Alkoholkonsums mit dem BRK ins Klinikum Straubing verbracht werden.
Im zweiten Fall kam es auf der Tanzfläche zwischen dem späteren Geschädigten und einer bislang unbekannten männlichen Person zunächst zu einem verbalen Streit. Der Streit eskalierte und der unbekannte Täter schlug dem Geschädigten ein Wodkaglas ins Gesicht. Hierdurch erlitt der Geschädigte einen kleinen "Cut" oberhalb des linken Auges, verweigerte aber eine ärztliche Behandlung. Während die Angestellten des Sicherheitsdienstes versuchten, die Lage zu beruhigen, nutzte der unbekannte Täter die Gelegenheit, um unerkannt zu entkommen.
Im dritten Fall gerieten um 1.45 Uhr zwei männliche Discobesucher aneinander, nachdem einer der Beiden eine Bekannte des Anderen anpöbelte. Dieser stieß seinen Kontrahenten weg und schlug ihm mit der Faust ins Gesicht; der Geschädigte erlitt eine leichte Schwellung an der Wange. Der zunächst Geschädigte wollte dies aber nicht auf sich sitzen lassen, revanchierte sich mit einem massiven Faustschlag ins Gesicht und fügte seinem "Widersacher" eine blutende Verletzung an der Nase und Oberlippe zu; diese Verletzung musste im Klinikum Straubing behandelt werden.
Um 545 Uhr kam es im Raucherbereich der Disco zu einem weiteren Vorfall. Ein 22-jähriger Mann aus Simbach und drei unbekannten Personen gerieten in eine Auseinandersetzung, in dessen Verlauf die drei unbekannten Täter dem Geschädigten ein Glas ins Gesicht warfen. Nachdem zwei weitere männliche Discobesucher versuchten, die Personen zu trennen, wurden auch sie von den Unbekannten attackiert und geschlagen. Unter anderem wurde einer von ihnen aus den Reihen der drei Unbekannten ins Gesicht gebissen.
Unbekannter Täter schlägt auf 32-jährigen Mann ein
Gegen 3.30 Uhr kamen in der Rosengasse ein 32-jähriger Mann aus Straubing und eine 30-jährige Studentin aus Deggendorf in verbalen Streit. In dessen Verlauf mischte sich plötzlich ein unbekannter Mann ein, der den 32-jährigen Straubinger schlagen wollte. Dieser konnte zunächst flüchten, wurde in der Flurlgasse dann aber von dem Unbekannten eingeholt. Dort schlug der unbekannte Täter dann auf den Geschädigten ein. Der Geschädigte erlitt eine leichte Schürfwunde an der Nase, eine ärztliche Versorgung benötigte er aber nicht.
Feuerwerkskörper steckt Altpapier in Brand
Gegen 23.50 Uhr wurde der PI Straubing mitgeteilt, dass in Kagers ein Altpapiercontainer brennen würde. Es stellte sich heraus, dass durch einen unbekannten Täter ein Feuerwerkskörper in den Container geworfen wurde. Dadurch begann das Altpapier im Inneren zu rauchen und es entstanden leichte Flammen. Die Flammen wurden durch die FW Straubing gelöscht, der Container blieb dem ersten Anschein nach unbeschädigt.
Im Archiv hinterlegt:
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