Endspurt bei Früherkennungs-Untersuchungen auf Brustkrebs

02.01.2012 (ra) Seit Montag können sich Frauen zwischen 50 und 69 Jahren in Straubing wieder auf Anzeichen von Brustkrebs untersuchen lassen. Dann endet die kurze Betriebspause des Mammo-Mobils zwischen den Feiertagen. Die mobile Röntgenstation steht anschließend aber nur noch wenige Tage in der Hebbelstraße am Gäubodenpark: Am 12. Januar ist letzter Untersuchungstag in Straubing.
Die rollende Röntgenpraxis gehört zum bundesweiten Mammographie-Screening-Programm, mit dem die Sterblichkeitsrate bei Brustkrebs deutlich gesenkt werden soll. „Seit Mitte September sind in Straubing fast 2.900 Frauen zur Untersuchung gekommen. Darüber sind wir sehr froh“, sagt Dr. Margarete Murauer von der Radiologen-Gemeinschaft Deggendorf, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Dr. Ulrike Aichinger von RADIO-LOG Passau für das Projekt verantwortlich ist. Eingeladen wurden zum Screening in Straubing rund 5.800 Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren.
Bis zum 12. Januar steht das Mammo-Mobil noch in Straubing in der Hebbelstraße am Gäubodenpark. Die rollende
Röntgenpraxis ist von Montag bis Donnerstag von 8.30 Uhr bis 11.45 Uhr und von 12.30 Uhr bis 16.30 Uhr. Freitags werden Untersuchungen von 8.00 Uhr bis 11.45 Uhr und von 12.30 Uhr bis 15.30 Uhr angeboten. |
Am Freitag, 13. Januar, wird das 20 Tonnen schwere Großraumfahrzeug abgebaut und zum nächsten Standort nach Osterhofen gebracht. Wer in Straubing noch zur Untersuchung möchte, sollte sich also beeilen und spätestens am Donnerstag, 12. Januar, den Trailer besuchen. Wem der in der Einladung vorgeschlagene Termin nicht passt oder wer keinen Brief erhalten hat, kann einen individuellen Screening-Termin vereinbaren. Dazu wurde eine zentrale Telefonnummer eingerichtet, von der aus die Termine in beiden mobilen Einheiten koordiniert werden, die in Niederbayern unterwegs sind. Diese Servicenummer ist unter 01 80-5 18 09 08 werktäglich von 8 bis 17 Uhr erreichbar. Ein Anruf aus dem deutschen Festnetz kostet 14 Cent die Minute.
Die Kosten für die Untersuchung übernehmen bei allen gesetzlich versicherten Frauen die Krankenkassen. Wer privat oder nicht versichert ist, erhält – wie sonst auch – gesonderte Rechnungen. Einer Vorbereitung bedarf der Besuch im Mammo-Mobil nicht: „Die Krankenkassenkarte reicht, es ist kein Überweisungsschein notwendig“, sagt Ulrike Aichinger. Seit 2006 sind weit über 110.000 Frauen in Niederbayern zur Früherkennungs-Untersuchung gegangen. Bei etwa fünf von 1.000 Teilnehmerinnen wurde Brustkrebs oder eine Vorstufe davon diagnostiziert. „Wenn wir ein Karzinom sehr früh entdecken, ist die Chance auf eine vollständige Heilung der betroffenen Frauen sehr groß“, erklärt Margarete Murauer das Ziel des Mammographie-Screenings.
Im Archiv hinterlegt:
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