Bandhaus e. V. ist auf Herbergssuche

03.01.2012 (jh) Die 40 Musikgruppen, die unter dem Dach des Bandhaus e. V. in der Wittelsbacher Höhe 7 eine Möglichkeit haben, hier zu Proben, aber auch bei verschiedenen Anlässen ihr Können unter Beweis stellen dürfen, müssen voraussichtlich ab April das Gebäude verlassen. Größere Sanierungsmaßnahmen stehen an und machen eine vorübergehende Ausquartierung erforderlich. Doch wohin? Momentan ist der Verein auf der Herbergssuche.
In einem Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten Reinhold Perlak, Stadtrat Peter Stranninger und Kreisrat Heinz Uekermann räumten Bandhausvorsitzender Gerd Blien und sein Kassier Michael Schellinger ein, dass in dieser Zeit nicht alle auf Probenräume angewiesen sein werden. Manche Bands müssten aber für Auftritte üben und seien auf Ersatzräume angewiesen. Wie Stranninger dazu erklärte, habe er bereits Kontakt zur Städtischen Wohnungsbau GmbH aufgenommen. Dort werde dieser Tage geprüft, ob Ausweichräumlichkeiten zur Verfügung stehen könnten. Außerdem wollen sich er und MdL Perlak auch noch um andere Alternativen bemühen.
Das Bandhaus agiert seit 20 Jahren in einem früheren Militärgebäude an der Wittelsbacher Höhe. Das Gebäude, welches dem Freistaat gehört und an die Stadt zur Unterbringung des Vereins vermietet ist, muss dringend einer Dachsanierung unterzogen werden. Nachdem in den vergangenen Jahren Schall- und Brandschutzmaßnahmen durchgeführt worden sind, starten voraussichtlich ab April die Handwerker mit der Dachsanierung.
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Das Bandhaus wurde 1991 gegründet und war zu dieser Zeit noch eine Initiative. 1998 wurde die Initiative in einen Verein umgewandelt, der sich eigenständig verwaltet.
Die Stadt Straubing stellt dem Verein die Räumlichkeiten zur Verfügung, die der Verein dann in Selbstverwaltung an seine Mitglieder/Bands vermietet.
Er schafft auch verschiedene Auftrittsmöglichkeiten wie z. B. das Bandhaus Open-Air, City-Rock, Benefizveranstaltungen (auch in Zusammenarbeit mit der Stadt Straubing oder dem Musik-Kultur-Verein im Sommerkeller), usw..
Zurzeit proben im Bandhaus etwa 40 Bands und Projekte. Der Verein hat ca. 190 Mitglieder.
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Dass der bevorstehende Umzug nur temporär sein wird, dies versicherte MdL Reinhold Perlak. Entgegen in jüngster Vergangenheit immer wieder auftauchender Gerüchte, das Gebäude werde für das Polizeipräsidium benötigt, verwies Perlak auf ein Schreiben aus dem Finanzministerium. Demzufolge sei wohl das Objekt „grundsätzlich für eine polizeiliche Nutzung prädestiniert“, jedoch käme eine solche Nutzung nach gegenwärtiger Einschätzung erst mittelfristig in Betracht. Was aber die Vertreter des Bandhaus e. V. noch mehr freute, war der Hinweis des Ministeriums: „Im Hinblick auf den derzeit fehlenden Staatsbedarf an dem Objekt ist für die nächsten Jahre die weitere Nutzung durch die Stadt Straubing und damit eine Unterbringungsmöglichkeit des Vereins gewährleistet.“
Peter Stranniger lobt in diesem Zusammenhang das langjährige Engagement: „Ohne ihn hätten wir das bayernweit einzigartige Bandhaus-Projekt so nicht.“ Das Bandhaus als eingetragener Verein befinde sich in vorbildlicher Selbstverwaltung "von jungen Leute - für junge Leute", so Stranninger weiter. Auch der Landkreis profitiere davon, denn knapp über der Hälfte der Bands setzen sich aus jungen Leuten aus dem Landkreis zusammen. „Ohne das Bandhaus gäbe es einen „Superstar Elli“ wohl nicht“ erinnert Stranninger und fordert bei dieser Gelegenheit eine stärkere Unterstützung der Initiative durch den Landkreis.
Beim Fraktionsvorsitzenden der SPD im Kreistag Heinz Uekermann blieb dies nicht ungehört. “Gerne unterstützen wir einen entsprechenden Antrag des Bandhaus-Vereins um Unterstützung, denn auch der Landkreis muss sich im Rahmen der Jugendarbeit hier beteiligen. Volksmusik ist wichtig, aber Kulturförderung für junge Leute ist viel mehr, der Bogen muss weiter gespannt werden“, versprach er.
Bild:
Ab April soll mit der Dachsanierung des ehemaligen Militärgebäudes begonnen werden.
Foto: Haas
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