Reinhold Perlak: Chance für den Tierschutz verpasst

21.07.2010 (ra) Mit den Stimmen von CSU und FDP wurde ein Antrag der SPD-Landtagsfraktion und tierschutzpolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion im Umweltausschuss des Bayerischen Landtags abgelehnt, mit dem die Staatsregierung Finanzmittel für ein bayernweites Kastrations- und Kennzeichnungsgebot für freilebende Katzen bereitstellen sollte.
„Hier haben CSU und FDP eine echte Chance für einen besseren Tierschutz in Bayern verpasst", so der Straubinger Abgeordnete Reinhold Perlak, der den Antrag initiierte. "Tierärzte und Tierschutzverbände fordern bereits seit Jahren eine systematische Kastration von Katzen, die sich zwar in menschlicher Obhut befinden, aber auch freilaufend sind. Durch die freilaufenden Katzen findet jedoch vor allem in ländlichen Regionen eine unkontrollierte Vermehrung statt. Dies bedeutet oft viel Leid für den Katzennachwuchs. Denn unkontrollierter Nachwuchs leidet oft an Krankheiten und Seuchen, landet in überfüllten Tierheimen oder lebt wild", betont MdL Reinhold Perlak.
Zur Kennzeichnung von kastrierten Katzen sollte während bzw. unmittelbar nach der Kastration ein Zahlencode in der Haut am Ohr tätowiert werden. Perlak: „Mit dieser Tätowierung, die ja im Rahmen der Kastration – und damit unter Vollnarkose – abgelaufen wäre, hätte man eine Registrierung bereits kastrierter Katzen sicherstellen können."
Auch für die Tierheime bzw. Tierschutzvereine hätte die Einführung eines Kastrations- und Kennzeichnungsgebots eine deutliche finanzielle Entlastung bedeutet. „Katzen, die in einem Tierheim aufgenommen werden, werden auf Kosten des Tierheims bzw. des Tierschutzvereins kastriert. Ich kann nicht verstehen, dass CSU und FDP hier so tierschutzfeindlich entscheiden haben", zeigt sich Reinhold Perlak von der Ablehnung im Umweltausschuss enttäuscht.
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